Beziehungs/Weise

Wie, Was, Wertschätzung?

Claudia Grubmüller

12. 08. 2019
Lesezeit: 2 Minuten

Poster, Image-Texte und Anzeigen. Das wurde aus dem Prinzip der Wertschätzung. Wir heften es uns auf die Fahnen, als wäre das Menschliche ein trendy Aufnäher. „Wertschätzend“ muss man jetzt sagen, dann klappt’s auch mit den so lange ausgebliebenden Bewerbungen. Denn das ist, was die Generation X-Y-Z-mich wer weiß wer, hören will.

Doch wir vergessen dabei eines: dass sich die Menschen heutzutage wirklich danach sehen – nach Aufmerksamkeit, Anerkennung, Mitgestaltungsmöglichkeiten.

Das ist es, was „Wertschätzung“ meint. Die echten aufrichtigen Umgangsformen. Die Haltung gegenüber anderen. Das, wie wir dem anderen in Gesprächen begegnen. Wie wir seine Kompetenzen mitdenken. Wie wir seine Ideen ernst nehmen. Wie wir jemanden zu Wort kommen lassen. Wie wir im Alltagsstress nicht auf Freundlichkeit vergessen. Und noch vieles mehr. Das meint „Wertschätzung“ auch im beruflichen Kontext.

Und da kommt die Kommunikation leider ein bisschen zum Handkuss, denn sie muss vermitteln, was oft eigentlich gar nicht da ist. Oder zumindest noch nicht. Denn, dass wir Menschen (und MitarbeiterInnen) uns in Zeiten von schneller-weiter-höher gerade die Wertschätzung so dringend wünschen, haben die Unternehmen erkannt. Ich weiß! Doch vielleicht sollten wir damit beginnen, sie tatsächlich zu leben.

Vielleicht denken Sie jetzt, ich sei der Branche überdrüssig oder gar fies, aber so ist es ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Ich fühle mich fast euphorisch, ob das derzeitigen Umdenkens. Denn immer mehr erkennen das „human-Prinzip“ als Erfolgsstrategie im digitalen Umfeld für sich. Es lautet:

Employer Branding ist heute nicht mehr das, was Unternehmen über sich sagen, sondern das, was MitarbeiterInnen über das Unternehmen denken. 

Das gilt es durch Kommunikation, allen voran interne Kommunikation, positiv zu beeinflussen. Daran müssen wir arbeiten. Denn Sie haben die Kontrolle darüber, was über Ihr Unternehmen gesagt wird, spätestens auf Social Media und anderen Plattformen verloren. Außerdem werben auch alle anderen mit der „Wertschätzung“ und einhergehenden Vorteilen. Sie haben also überhaupt keine andere Chance als tatsächlich und aufrichtig ein besserer Arbeitgeber zu sein. Und diese Einsicht wertschätzen schlussendlich auch potenzielle BewerberInnen. Versprochen!

Reminder gefällig?

Einfach anmelden und regelmäßig Infos
über neue Blog-Beiträge aus dem HR/Café erhalten!